Busfahrer
Kartenbasiertes Glücksspiel in mehreren Phasen – wer am Ende übrig bleibt, wird Busfahrer und muss die berüchtigte Schlussrunde alleine durchstehen.
Von der Dare Pong Redaktion · Zuletzt aktualisiert am
Busfahren ist ein Karten-Trinkspiel in drei Phasen: erst raten (rot/schwarz, höher/tiefer …), dann die Pyramide, in der Schlücke verteilt werden – und zum Schluss muss der „Busfahrer“ allein eine Kartenreihe überstehen. Wer am meisten Karten übrig hat, wird zum Busfahrer.
- 3–10Spieler
- 1Kartendeck
- 3Phasen
- 30–60Minuten
- ab 18Jahren
Busfahrer – auch „Busfahren“, „Ride the Bus“ oder „Pyramide“ genannt – gehört zu den beliebtesten Karten-Trinkspielen im deutschsprachigen Raum und besteht aus mehreren aufeinander aufbauenden Phasen. Anders als bei Wurf- oder Reaktionsspielen entscheidet hier fast nur das Glück, wer trinken muss. Beeinflussen lässt sich kaum etwas – und genau das macht den Reiz aus.
Spannend ist der Aufbau über die Runden hinweg. In der Raterunde und der Pyramide trinken noch alle ziemlich gleichmäßig, am Ende läuft aber alles auf eine Person zu: den Busfahrer. Der muss die gefürchtete Schlussrunde ganz allein bestreiten und fängt bei jeder ungünstigen Karte wieder von vorne an. Dieser Bogen von der lockeren Raterei bis zum nervenaufreibenden Finale unterhält die ganze Gruppe.
Was ist Busfahren?
Busfahren ist ein reines Kartenspiel-Trinkspiel: Man braucht nur ein Kartendeck, Getränke und ein paar Mitspieler. Der Name kommt von der Schlussrunde, in der der Verlierer alleine „Bus fährt“. Weil es ganz ohne Geschick auskommt und in jeder Runde jemand Neues drankommt, eignet sich Busfahren perfekt für Vorglüh-Runden, WG-Partys und gesellige Abende.
Geschichte & Herkunft
Busfahren ist im englischsprachigen Raum als „Ride the Bus“ bekannt und gehört dort wie hierzulande zu den Klassikern der Studenten- und Partykultur. Das Grundprinzip – Karten erraten, eine Pyramide aufdecken und am Ende einen einzelnen Verlierer „Bus fahren“ lassen – wird in unzähligen regionalen Spielarten weitergegeben, meist mündlich von Runde zu Runde. Genau deshalb gibt es kein einziges „offizielles“ Regelwerk, sondern viele Hausregeln, die sich vor allem in der Pyramide und der Länge der Schlussrunde unterscheiden.
Busfahrer Regeln: Die 3 Phasen im Überblick
Busfahren läuft immer in derselben Reihenfolge ab. Hier die drei Phasen Schritt für Schritt erklärt:
Busfahren Regeln im Video
Lieber zuschauen statt lesen? Dieses Video erklärt den kompletten Ablauf Schritt für Schritt:
Phase 1 – Die Raterunde
Jeder Spieler bekommt vier verdeckte Karten. Reihum wird vor jeder Karte geraten: zuerst rot oder schwarz, dann höher oder tiefer als die vorige Karte, danach innerhalb oder außerhalb der ersten beiden Werte und schließlich die genaue Farbe (Kreuz, Pik, Herz, Karo). Jede falsche Vorhersage kostet einen Schluck – gleiche Kartenwerte gelten dabei als falsch.
Phase 2 – Die Pyramide
Der Geber legt zehn Karten verdeckt als Pyramide (5-4-3-2-1) aus und deckt sie von unten nach oben auf. Wer eine passende Karte auf der Hand hat, darf Schlücke verteilen – in der unteren Reihe wenige, ganz oben besonders viele. Ziel ist, alle Handkarten loszuwerden. Wer am Ende die meisten Karten behält, wird zum Busfahrer.
Wie viele Schlücke die einzelnen Reihen wert sind, ist Hausregel. Üblich ist diese Staffelung:
| Pyramiden-Reihe | Karten | Schlücke |
|---|---|---|
| 1. Reihe (unten) | 5 | 1 Schluck |
| 2. Reihe | 4 | 2 Schlücke |
| 3. Reihe | 3 | 3 Schlücke |
| 4. Reihe | 2 | 4 Schlücke |
| 5. Reihe (Spitze) | 1 | 5 Schlücke |
Phase 3 – Das Busfahren
Jetzt muss der Busfahrer allein ran: Er deckt eine lange Reihe von Karten auf. Bei jeder Bildkarte (Bube, Dame, König, Ass) muss er trinken und beginnt die Reihe wieder von vorn. Erst wenn er die komplette Reihe ohne Bildkarte schafft, ist das Spiel vorbei.
Wie gewinnt man Busfahren?
Ehrliche Antwort: Busfahren ist fast reines Glück – „gewinnen“ heißt vor allem, nicht der Busfahrer zu werden. Ein paar Wahrscheinlichkeiten helfen aber trotzdem in der Raterunde:
- Rot oder schwarz ist immer eine 50:50-Chance – hier gibt es keine clevere Wahl.
- Höher oder tiefer: Bei einer niedrigen ersten Karte (2–6) auf „höher“ tippen, bei einer hohen (9–Ass) auf „tiefer“. Bei einer 7 oder 8 ist es nahezu ausgeglichen.
- Innen oder außen: Liegen die ersten beiden Werte weit auseinander, ist „innen“ wahrscheinlicher; liegen sie eng beieinander, lieber „außen“ wählen.
- In der Pyramide zählt vor allem, früh viele Handkarten loszuwerden – im Zweifel lieber bluffen, als auf passenden Karten sitzen zu bleiben.
Busfahrer Varianten & Hausregeln
Busfahren wird in fast jeder Gruppe etwas anders gespielt. Diese Varianten lohnen sich:
Statt zehn Karten eine größere Pyramide (6-5-4-3-2-1) auslegen – mehr Karten, mehr Schlücke, längeres Spiel.
In der Pyramide darf man passende Karten nur behaupten. Wer angezweifelt und ertappt wird, trinkt doppelt – wer zu Unrecht zweifelt, ebenfalls.
Für eine entschärfte Variante die Busfahrer-Reihe auf 5–7 Karten begrenzen, damit sich das Finale nicht endlos zieht.
Bei großen Runden fahren die zwei Spieler mit den meisten Restkarten gemeinsam – das verteilt die Schlussrunde auf zwei Schultern.
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Busfahrer Regeln
- 1
Phase 1 – Raterunde: Jeder Spieler bekommt vier verdeckte Karten und rät vor jeder Karte nacheinander – rot oder schwarz, höher oder tiefer, innerhalb oder außerhalb der ersten beiden Werte und schließlich die Farbe (Kreuz, Pik, Herz, Karo).
- 2
Bei jeder falschen Vorhersage muss der Spieler trinken; gleiche Kartenwerte zählen dabei als falsch.
- 3
Phase 2 – Pyramide: Der Geber legt zehn Karten verdeckt als Pyramide (5-4-3-2-1) aus und deckt sie von unten nach oben nacheinander auf.
- 4
Wer eine passende Karte auf der Hand hat, darf je nach Pyramidenebene Schlücke verteilen (untere Reihe wenige, obere Reihe viele) und legt die Karte ab.
- 5
Ziel der Pyramidenrunde ist es, alle Handkarten loszuwerden – wer am Ende die meisten Karten behält, wird der „Busfahrer“.
- 6
Phase 3 – Busfahren: Der Busfahrer deckt allein eine Reihe von Karten auf; bei jeder Bildkarte (Bube, Dame, König, Ass) muss er trinken und beginnt die Reihe von vorn.
- 7
Das Spiel endet, sobald der Busfahrer die gesamte Reihe ohne Bildkarte geschafft hat.
Busfahrer Tipps
- Festen Kartengeber bestimmen
Ein fester Geber für das ganze Spiel beschleunigt den Ablauf und vermeidet Diskussionen über das Austeilen.
- Schluckwerte vorab festlegen
Klärt vor der Pyramide gemeinsam, wie viele Schlücke die einzelnen Ebenen wert sind – das verhindert Streit mittendrin.
- Bluffen ist erlaubt
In der Pyramide darf gemogelt werden: Behaupte einfach, eine passende Karte zu haben – solange niemand „aufdecken!“ verlangt.
- Lieber leichte Getränke
Die Busfahrer-Schlussrunde kann sich ordentlich ziehen. Mit leichtem Bier oder verdünnten Drinks bleibt es länger lustig.
- Ab 6 Spielern zweites Deck
Bei größeren Runden reicht ein Deck nicht für die Pyramide – legt ein 52er- oder ein zweites Kartendeck bereit.
Häufige Fragen
Busfahren – auch „Busfahrer“, „Ride the Bus“ oder „Pyramide“ genannt – ist ein Karten-Trinkspiel in mehreren Phasen. Wer am Ende die meisten Karten übrig hat, wird „Busfahrer“ und muss die gefürchtete Schlussrunde ganz allein bestreiten.
In drei Phasen: 1) Raterunde (rot/schwarz, höher/tiefer, innen/außen, Farbe), 2) Pyramide (Schlücke verteilen und Handkarten loswerden), 3) Busfahren (der Verlierer deckt allein eine Kartenreihe auf und beginnt bei jeder Bildkarte von vorn).
Ein normales Skat- oder Pokerdeck mit 32 oder 52 Karten. Ab etwa sechs Spielern besser ein 52er-Deck oder ein zweites Deck, sonst gehen in der Pyramide die Karten aus.
Busfahren funktioniert ab 3 Spielern, ideal sind rund 5. Bis etwa 10 Spieler ist es gut machbar – ab sechs Personen empfiehlt sich ein zweites Kartendeck.
Die mittlere Phase: Zehn Karten werden als Pyramide (5-4-3-2-1) ausgelegt und nach und nach aufgedeckt. Wer eine passende Karte hat, darf Schlücke verteilen – untere Reihe wenige, obere Reihe viele.
Weil der Verlierer am Ende alleine „Bus fährt“: In der Schlussrunde deckt er allein eine lange Kartenreihe auf, muss bei jeder Bildkarte trinken und wieder von vorn beginnen, bis er ohne Bildkarte durchkommt.
Ja. Statt Alkohol wird einfach ein Schluck eines beliebigen Getränks getrunken – die Regeln und der Ablauf bleiben identisch.